Jetzt hält die Rose wieder Hof
Dem Zauber der Rosen kann sich wohl kein Gartenfreund entziehen. Üppig blühende Exemplare in den herrlichsten Farben und Sorten sind der Stolz jedes Hobbygärtners.
Dabei sind Rosen unglaublich vielseitig – es gibt so viele Sorten mit unterschiedlichsten Ansprüchen und Wuchsformen, dass für jeden Garten etwas dabei ist!
Für dauerhafte und schädlingsfreie Blütenträume sind einige Dinge zu beachten:
Augen auf beim Rosenkauf
Wesentlich ist die Wahl der richtigen Sorte für den entsprechenden Standort und Zweck. Das Angebot ist überwältigend. Beim Rosenkauf sollte man sich unbedingt vom Fachmann in einer guten Gärtnerei beraten lassen. Während der Rosenblüte ist die beste Zeit dafür, denn jetzt kannst du nach Form und Farbe der Blüten, nach Duft und Wuchsform die richtige Containerrose auswählen.
Bei der Wahl von Rosensorten, die mit dem ADR-Gütesiegel ausgezeichnet sind, oder die die Österreichische Rosenprüfung bestanden haben, ist man auf der sicheren Seite: diese Rosen wurden drei Jahre lang geprüft. Nur Rosen, die krankheitsresistent und blühwillig sind, erhalten diese Auszeichnungen. Wenn diese Sorten dann in einer guten Gärtnerei in der Umgebung gezogen werden und damit an die klimatischen Bedingungen angepasst sind, steht dem Rosentraum im eigenen Garten nichts mehr im Wege!
Vom richtigen Pflanzen

Am wohlsten fühlen sich Rosen an einem luftigen, sonnigen Standort. Manche Sorten vertragen auch halbschattige Lagen recht gut.
Der Boden sollte tiefgründig und humusreich sein. Rosen lieben lehmige Erde, der beim Pflanzen Kompost und Hornspäne zugesetzt werden. Wer keinen Kompost hat, kann sich mit gekaufter Rosenerde behlefen.
Vor dem Pflanzen kommt der Pflanzenballen mindestens 2 Stunden in ein Wasserbad. Dann wird die Containerrose, die den ganzen Sommer über gepflanzt werden kann, so tief eingesetzt, dass der obere Ballenrand sich in Höhe der Erdoberfläche befindet - damit bleibt die Veredlungsstelle nach dem Einpflanzen gut 5 cm unter der Erdoberfläche. Pflanzloch mit Erde/Kompostmischung füllen, gut antreten und wässern.
Wurzelnackte Rosen werden spät im Herbst geplanzt, solange der Boden noch frostfrei ist. Auch sie werden vor demEinpflanzen noch gut gewässert, am besten die ganze Pflanze über Nacht in ein Wasserbad legen.
Rosen sind sehr langlebig und bereiten viele Jahre Freude. Rosen sollte man aber niemals auf Rosen setzen. Empfohlen wird eine Wartezeit von 5 bis 7 Jahren - wer nicht so lange warten möchte, tauscht die Erde großzügig aus.
Die Diva will gepflegt werden
Die Rose als Königin der Blumen beansprucht zu Recht ein hohes Maß an Pflege, schließlich ist sie die Diva im Blumenbeet, der sich ein Hofstaat z. B. aus Lavendel, Rittersporn oder Katzenminze unterordnet. Ihre Majestät bevorzugt gleichmäßige Bodenfeuchte und hasst Staunässe. Gelegentliches aber gründliches Gießen ist an heißen Sommertagen wichtig. Das Laub sollte dabei möglichst nicht benetzt werden.
Speziell öfter blühende Sorten müssen ausreichend mit Dünger versorgt werden. Hier eigenen sich organische Dünger oder spezielle Rosendünger, die auf die Bedürfnisse der Königin abgestimmt sind. Ab Ende Juli wird nicht mehr gedüngt, damit das Holz ausreifen kann und die Rose gut durch den Winter kommt.
Rosenwurzeln mögen es luftig. Ein regelmäßiges Lockern des Bodens ist Pflicht. Dabei darauf achten, dass die Wurzeln nicht verletzt werden.
Wildtriebe, die unterhalb der Veredlungsstelle auswachsen, müssen regelmäßig entfernt werden. Auch Verwelktes wird regelmäßig ausgeputzt: auf das erste voll entwickelte (5-blättrig) Blatt mit Außenauge ca. 1/2cm über dem Blatt zurückschnedien. Dabei leicht schräg schneiden, damit das Regenwasser ablaufen kann. Bei Bodendeckerrosen oder extrem vielblühenden Sorten wird man das kaum schaffen – hier behilft man sich mit dem großflächigen Zurückstutzen nach der Blüte. Alte Rosen und Wildrosen oder Apfelrosen, die nur ein Mal blühen, werden nicht geschnitten. Ihre zweiter Flor erscheint in Form der leuchtenden Hagebutten im Herbst.
Schädlinge und Krankheiten

Nur gesunde Rosen sind schöne Rosen. Bei Rosen kommt man auch um Pflanzenschutzmaßnahmen nicht herum, denn Krankheiten und Schädlinge sind ganz versessen auf die Schönen. Bei richtiger Sorten- und Standortwahl und mit Rosenstärkungsmitteln (Brennesseljauche) hält man den Aufwand aber in Grenzen. Lange Regenperioden bekommen der Diva aber nicht und begünstigen die Bildung von Mehltau und Rosenrost.
Blattläusen kommt man auch ohne Spritzmittel bei: vorsichtig mit einem Papiertaschentuch abstreifen genügt meist. Oder die Läuse mit Schmierseifenlösung übersprühen.
Die Rosengallwespe legt ihre Eier an den Rosentrieben ab. Den Befall erkennt man erst an den ballartigen Gebilden - und da ist es schon zu spät. Aber nachhaltigen Schaden erleidet die Rose nicht, die unschön geformten Blätter stören lediglich das Schönheitsempfinden des Gärtners - einfach abschneiden und mit dem Restmüll entsorgen.
Eingerollte Rosenblätter deuten auf die Rosenblattrollwespe hin. Sie fressen das Blattgewebe von Innen her auf. Auch hier hilft nur eines: befallene Blätter abschneiden und entsorgen.
Besonders in regenreichen Sommern tritt Sternrusstau und Rosenrost auf. Dabei handelt es sich um Pilzkrankheiten. Vorbeugen ist besser als heilen: richtig düngen, Pflanzen stärken (Brennesseljauche, Schachtelhalmtee), befallene Blätter sofort entfernen. Tritt der erste Sternrusstau oder Rosenrost auf, hilft nur noch eins: rasch mit einem Kombinationsspritzmittel behandeln.