Traumgarten anlegen
Das ist der Traum jedes Hobbygärtners: ein kleines grünes Paradies, das ohne viel Aufwand das ganze Jahr über schön ist. Mit der richtigen Planung und dem entsprechenden Know how lässt sich dieser Traum verwirklichen!
Wir zeigen hier an einem praktischen Beispiel Schritt für Schritt, wie ein Japanischer Garten richtig angelegt wird. Durch die geringe Größe des Projektes lassen sich die einzelnen Arbeitsschritte gut verfolgen.
Als Elemente kommen hier exquisite Gehölze, Findlinge, Trittplatten und Kies zum Einsatz, die in einer stimmigen Anordnung komponiert werden, um ein Gesamtkunstwerk zu ergeben.
(Zum Vergrößern der Bilder auf die Fotos doppelklicken.)
Das ist der Ausgangspunkt: ein Gartenstück zwischen Terasse und Teich soll umgestaltet werden, um den Pflegeaufwand zu verringern und einen Ruhepol zu schaffen.
Es handelt sich um ein Gartenteilstück mit ca. 30 m². Mit der richtigen Planung und der richtigen Mannschaft ist das in nur einem Tag gut machbar!
Fläche roden
Zunächst müssen die bestehenden Gehölze entfernt werden - hier wird der zu groß geratene Liguster gerodet, um neuen Pflanzen Platz zu machen.
Altbestand entfernen
Auch wenn es schwer fällt: die Schwertlilien müssen ebenfalls weichen, die oberste Humuschicht wird abgetragen und alle Wurzeln sorgsam ausgegraben.
Pflanzenquartier gesucht
Die Schwertlilien suchen nun ein neues Zuhause - sollte nicht zu schwierig sein, ein neues Plätzchen zu finden!
Buchs schneiden
Der Buchs darf bleiben - er passt perfekt ins Bild und wird noch sorgsam zurechtgestutzt.
Im folgenden Film zeigen wir, wie man Buchs richtig schneidet.
Beet vorbereiten
Die von Steinen und Wurzelwerk befreite Fläche wird nun sorgfältig nivelliert.
Pflanzen setzen
Als Nächstes kommen die Pflanzen ins Beet. Diese sind sehr gezielt ausgewählt: um später allzu großen Pflegeaufwand zu vermeiden, wurden einerseits immergrüne Gehölze gewählt, andererseits solche, die langsam wachsen und kaum geschnitten werden müssen.
Bonsai für den Japangarten
Diese wertvolle Wacholderzüchtung nimmt in der Höhe kaum zu, nur die Büschel werden immer dichter und größer und werden damit mit den Jahren immer schöner.
Der Rest ist beinahe ein Klacks. Zunächst wird über die gesamte Fläche Unkrautvlies aufgelegt.
Folie ausschneiden
Um die Pflanzen herum wird die Folie aufgeschnitten und genau eingepasst.
Steine setzen
Das Herzstück des neuen Gartens sind große Findlinge, die perfekt platziert werden müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Hier wird der größte von drei Steinen angeliefert - alles händisch, denn der Platz ist für die Technik zu begrenzt. Da zeigt sich's wer es drauf hat!
So einen Findling setzen bedeutet...
...harte Arbeit
Glücksgefühl
Nach Mühe, Anstrengung und Schweiß,
mit Ausdauer, Geschick und Fleiß,
erreicht man schließlich jedes Ziel
und der Lohn ist: Glücksgefühl.
Jetzt liegt das Riesenbaby richtig. So ein Findling wiegt übrigens mehrere hundert Kilo!
Dem Tüchtigen gehört die Welt
Jeder, der erreicht ein Ziel,
das bedeutet ihm sehr viel,
mit viel Mühe und viel Fleiß,
dieses wohl zu schätzen weiß.
Trittplatten verlegen
Die Trittplatten werden aufgelegt - am schönsten ist eine geschwungene Form. In unserem Fall korrespondiert diese mit den Rundungen des Buchsbaums und der Findlinge.
So schauts aus
Aus der Vogelperspektive kann man die Positionierung gut erkennen - Teich, Findlinge, Trittplatten und Buchs bilden eine Einheit.
Kies verteilen
Die Wahl des Abdeckmaterials ist Geschmackssache. Die Palette reicht von Sand über feinen Kies oder Flusskiesel bis zu größeren Steinen - in unserem Fall haben wir Marmorkies in der Körnung 7-15 gewählt, und zwar in Alpengrün. Schimmert nach dem Regen dunkelgrün, in trockenem Zustand wird der sehr hell und fast bläulich und symbolisiert perfekt eine Wasserfläche als Spiegel des Himmels.
Auf die Menge kommt es an
Der Kies wird über der gesamten Fläche in einer Stärke von mindestens 5-7 cm verteilt...
Endspurt
... und glatt gezogen.
Ein tolles Ergebnis!
Ende gut, alles gut. Das Ergebnis ist wirklich gelungen!
Garten für Sommer und Winter
Das also ist das Objekt der Begierde - die Fläche wirkt nun viel großzügiger, hell und leicht. Die stimmige Anordnung ergibt ein gelungenes, harmonisches Bild, das den Betrachter bezaubert. Auch im Winter durch die immergrünen Gehölze ein erfreulicher Anblick.
Einfach wunderschön.