Oleander aus dem Winterquartier räumen
Als erste Kübelpflanzen können die Oleander nach der langen Winterpause wieder ins Freie - keine Sorge, sie trotzen auch einigen Minusgraden!
Nicht gleich in die Sonne stellen!
Am besten wartet man auf regnerisches Wetter oder wählt zunächst einen schattigen Platz - nach der langen Winterpause müssen sich die Pflanzen erst wieder an das Licht und vor allem die Sonne gewöhnen, sonst "verbrennen" die Blätter leicht.
Rückschnitt für gesunde, kräftige Pflanzen
Jedes Jahr im Frühjahr schneidet man einen oder mehrere alte Triebe auf ca. 10 bis 20 cm zurück.
Auch alle abgestorbenen oder kranken Pflanzenteile werden jetzt sorgfältig entfernt. Schon bald erscheinen neue, frische Triebe. Gleichzeitig wird verhindert, dass der Oleander von unten her kahl wird.
Ein Rückschnitt bis ins alte Holz bringt lange Triebe hervor. Ein Schnitt in der Blütenregion dagegen bringt kurze Triebe, die bald blühen. Das richtige Verhältnis ist das A und O gesunder, reichblühender Pflanzen. Die Blütenstände jedenfalls werden nicht abgeschnitten, sie werden von der Pflanze selbst abgestoßen.
Richtig Düngen und Wässern
Der Oleander, Klassiker unter den Kübelpflanzen bringt südlichen Flair auf die Terrasse und in den Garten. Mit der Oleanderblüte beginnt die Zeit der Grillparties und langen Sommerabende. Damit der Oleander üppig blüht und dem Hobbygärtner viel Freude macht, muss er gut gepflegt werden:
Wird der Kübel zu klein, muss nachgebessert werden - entweder bekommt der Oleander einen größeren Topf oder frische neue Erde wird nachgefüllt.
Oleander haben einen hohen Nährstoffbedarf und lieben kalkhaltige Böden. Torfhaltiges Pflanzensubstrat ist für Oleander demnach völlig ungeeignet. Am besten ist normale, kalkhaltige Gartenerde, gemischt mit Kompost und Gartenkalk und organischem Langzeitdünger. Im Notfall nimmt man Kübelpflanzenerde.
Während der Wachstumsperiode muss der Oleander regelmäßig gedüngt werden, um seinen hohen Nährstoffbedarf zu decken. An heißen Sommertagen haben Oleander einen sehr hohen Wasserbedarf. Große Oleander, die gut durchgewurzelt sind, müssen an heißen und windigen Tagen schon mal zwei bis drei Mal gegossen werden - aber bitte nicht mit Regenwasser, das ist zu weich und die Erde im Kübel wird sauer. Blasse Blätter und Wachstumsstörungen sind die Folge. Am besten gießt man mit kalkhaltigem Wasser aus dem Brunnen oder aus der Leitung.
Zitruspflanzen, die ebenfalls schon das Winterquartier verlassen können, sind empfindlicher: bei drohenden Nachfrösten bitte ins Haus holen! Gedüngt wird aber schon und ein leichter Rückschnitt kann nicht schaden.
Südliches Flair mit Kübelpflanzen
Es dauert noch ein bisschen, bis unsere Kübelpflanzen so richtig üppig in Blüte stehen, aber die Grundlage für dafür wird jetzt gelegt! Ausräumen, Umtopfen, Schneiden, Düngen, Wässern...die Mühe lohnt, denn prachtvolle Kübelpflanzen gehören einfach zum Sommer!