Der Japanische Garten erlebt einen Boom
Der Japanische Garten steht für Ruhe und Gelassenheit, für Harmonie und Meditation - kein Wunder, dass diese Gartenform im hektischen Europa einen Boom erlebt.
Steine aufstellen durch einen Mönch
Das Anlegen eines solchen Gartens erfordert allerdings einiges an gestalterischem Können und einen Blick für das Wesentliche. Einen japanischen Garten anlegen heißt "ishidateso", was so viel bedeutet wie "Steine aufstellen durch einen Mönch". Steine stehen dabei für festes Land und geharkte Kiesflächen symbolisieren Wasser, das zentrale Thema der Gestaltung. Durch die gekonnte Platzierung dieser Gestaltungselemente in Kombination mit der richtigen Bepflanzung entsteht auf wenigen Quadratmetern ein wahres Kunstwerk mit Bergen, Flüssen und Wäldern, ein harmonisches Landschaftsbild, das sich nicht mehr verändern soll – eine echte Herausforderung an den Gestalter!
Zentrales Element: Wasser
Eine Landschaft mit Wasserfall oder Teich mit Brücke bildet oft das zentrale Element eines perfekt gestalteten Japanischen Gartens. Ist nicht genügend Platz vorhanden, erfüllt auch ein kleines Becken seinen Zweck.
Schlichtheit und Eleganz bestimmen den Japangarten
Der harmonische Eindruck wird bereits bei der Planung komponiert, wobei schlichte Eleganz oberstes Prinzip ist – im krassen Gegensatz zur überbordenden Blütenfülle eines Bauerngartens. Der Philosophie des Zen folgend, soll der Gartenbesitzer in seinem Refugium nicht durch starke Reize abgelenkt werden, sondern zu sich selbst finden.
Harmonie durch gekonnte Kompostion
Ein Japanischer Garten verfügt über eine besonders harmonische Wirkung, wobei die Dimensionen eine untergeordnete Rolle spielen – auch kleine Gärten oder Innenstadthöfe können als Japanische Gärten gestaltet werden. Gerade die kleinen Gärten von modernen Reihenhäusern oder Doppelhaushälften eignen sich für die Anlage eines japanischen Gartens.
Es muss nicht immer Bonsai sein
Bei der Pflanzenauswahl liegt der Schwerpunkt auf interessanten, abwechslungsreichen Texturen, weniger auf bunten Blüten. Ein wesentliches Kriterium ist auch die Schnittverträglichkeit – nur so kann die statische Wirkung und das unveränderliche Landschaftsbild beibehalten werden. Besonders schön sind Bonsaikiefern, die durch ihre Formensprache perfekt ins Bild passen. Gut in einen schattigen Japangarten passen auch Bergenien, Astilben, verschiedene Gräser und Farne, Azaleen und Rhododendren. Bambus steht zwar traditionell für japanische Gartengestaltung, ist aber kein Muss. Japanische Ahornbäume bezaubern durch die Form ihrer geschlitzten Blätter und die wunderschöne Herbstfärbung. Schön ist auch eine Zierkirsche, die im Frühjahr durch zartrosa Blüten betört. Es gibt zauberhafte Säulenformen, die auch in kleine Gärten passen.
Accessoires für den Japanischen Garten
Steinbänke, Tröge, Statuen, Lampen - die Auswahl an Zubehör für den Japanischen Garten ist riesig. Aber Vorsicht: zu viel oder falsch platziert wirkt jede japanische Lampe und jede Buddahstatue eher lächerlich. Weniger ist mehr!
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