Im Gemüsegarten gilt: Für den Erfolg ist die Standortwahl entscheidend, denn Obst und Gemüse lieben Sonne und Wärme. Je mehr Sonne desto feiner das Aroma.
Ein Gemüsebeet wird deshalb am besten in Nord-Südrichtung angelegt, damit der Sonnenstand optimal genutzt werden kann. Überleg dir, wie viel Arbeit und Zeit du in den Gemüsegarten investieren möchtest und welche Gemüsesorten du ernten willst, denn danach richtet sich letztlich der Platzbedarf. Am besten, du fängst einmal mit einem Gemüsebeet an, wenn dir dann alles leicht von der Hand geht und du mehr wertvolles Biogemüse ernten möchtest, kommt einfach ein zweites Beet dazu.
Für ein Salat- oder Gemüsebeet brauchst du ca. 1,5 x 2 m Fläche. Das Beet sollte von allen Seiten gut zugänglich sein, dann fällt die Arbeit leichter.
Der richtige Boden fürs Gemüsebeet
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erstellt von Admin am 10.06.2010 15:49
Ein lockerer, feinkrümeliger Boden, in dem es nur so von Bodenlebewesen wimmelt, ist für den Gemüseanbau ideal. Aber wer hat schon so ein Prachtstück im Garten?
Sandige Böden sind locker und durchlässig. Sie sind zwar leicht zu bearbeiten, bieten den Pflanzen aber zu wenig Nährstoffe und können kaum Wasser halten. Aber Sandböden kann man verbessern: möglichst viel Kompost und organische Stoffe einarbeiten und Steinmehl
aufbringen, dann bildet sich mit der Zeit eine nährstoffreiche Humusschicht. Eine dünne Mulchschicht verhindert das Austrocknen des Bodens. Als Mulchmaterial eignet sich angetrockneter Rasenschnitt., Heu oder Laub. Unter Erdbeeren oder Zucchini sorgt eine Schicht Stroh dafür, dass die Früchte trocken bleiben und nicht faulen.
Lehmreiche Böden sind nährstoffreich und speichern ausreichend Wasser. Ist der Tonanteil jedoch zu hoch, trocknen sie im Frühjahr oder nach längeren Regenperioden nur schwer ab und neigen zu Staunässe. Zudem sind tonreiche Böden schwer zu bearbeiten und schlecht durchlüftet- die Wurzeln ersticken förmlich und es fehlt ein gesundes Bodenleben. Auch hier hilft das Gold des Gärtners, der Kompost, der in den Boden eingearbeitet wird. Im Frühjahr oder Herbst sollte auch etwas Gartenkalk aufgebracht werden, der das Bodenleben aktiviert.
Sehr schwere oder auch nährstoffarme Böden können ohne großen Aufwand mit einer Gründüngung verbessert werden. Hierzu werden bestimmte Pflanzensorten ausgesät, die nach dem Absterben den Boden mit Nährstoffen versorgen. Im Fachhandel erhältst du fertige Saatmischungen z. B. speziell abgestimmt für die Bodenqualität deines Gartens.
Viele Gründündungspflanzen sind Stickstoffsammler, die eine Lebensgemeinschaft mit Knöllchenbakterien eingehen. Nach dem Zersetzen der Pflanzenwurzeln steht der Stickstoff den nachfolgend angebauten Pflanzen zur Verfügung. Bewährte Gründündungspflanzen sind Ringelblumen, Bienenfreund, verschiedene Wickenarten oder Studentenblumen. Die Samen werden eng gesät und leicht eingeharkt. Bis zur Keimung gut feucht halten. Nicht winterharte Pflanzen lässt man einfach abfrieren, die übrigen werden vor der Samenbildung abgeschnitten oder gemäht. Die Pflanzenreste werden dann leicht in den Boden eingearbeitet.
Ein Hochbeet anlegen
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erstellt von Admin am 20.01.2010 10:44
Als lohnende Alternative zu einem herkömmlichen Gemüsebeet bietet sich ein Hochbeet an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die Verrottung des Füllmaterials erhöht sich die Bodenwärme und das Gemüse reift schneller. Damit kannst du sogar eine zusätzliche Ernte einfahren.
Die Kulturfläche liegt höher und ist leichter und ohne Bücken zu erreichen. Außerdem wird in einem Hochbeet für den Gemüseanbau optimales Substrat eingefüllt und der Boden ist automatisch tiefgründig - du musst dir also keine Sorgen machen, ob dein Gartenboden den Anforderungen eines Gemüsegartens standhält. Und nicht zuletzt wird mit dem Hochbeet verrottbares Material aus dem eigenen Garten optimal verwertet. Und noch ein Vorteil: für Schnecken wird es viel schwieriger, die jungen Salatpflänzchen zu erreichen.
Auch das Hochbeet wird in Nord-/Südrichtung angelegt und ist sinnvollerweise rechteckig. Im Prinzip handelt es sich um einen rechteckigen Kasten aus Holz, Mauerziegeln, Steine, Beton oder Kunststoff. Fällt die Wahl auf Holz, so solltest du darauf achten, naturbelassenes Lärchenholz zu verwenden, da bei druckimprägniertes Holz die Imprägnierung in den Boden ausgewaschen werden kann, was das Prinzip des Bioanbaus ad absurdum führt. Bei naturbelassenem Holz ist die Lebensdauer auf wenige Jahre begrenzt. Lärchenholz ist haltbarer und lässt dir gut 15 Jahre Zeit, bis zu einen neuen Rahmen für dein Hochbeet bauen musst. Es gibt fertige Bausätze aus Kunststoff oder Holz, die ganz leicht aufzubauen sind und mit denen du nichts falsch machen kannst. Die Schmalseite des Beetes sollte zwischen 100 und 120 cm betragen, damit du bequem von allen Seiten gärtnern kannst. Die Höhe beträgt zwischen 80 und 100 cm (je nach „Gärtnergröße“).
Als erstes musst du die Erde in der Größe der Grundfläche des Hochbeetes ca. 20 cm tief ausheben. Das abgehobene Material wird später wieder eingefüllt. Stell den Rahmen des Hochbeetes nun auf das eingeebnete Erdreich und leg einen engmaschigen Maschendraht am Boden des Kastens aus, damit Mäuse und andere Nager oder Maulwürfe keine Chance haben, durch das Erdreich zu deinem Gemüses vorzudringen. Drahtgeflecht an den Innenrändern des Kastens hochziehen und gut befestigen (Tacker).
Dann kannst du mit dem Befüllen deines Gemüselieferanten beginnen: die erste Schicht besteht aus grobem Baum- und Strauchschnitt. Diese Schicht ist wichtig, damit der Boden von unten gut durchlüftet wird und Wasser gut abrinnen kann. Als zweite Schicht füllst du Laub, zerkleinerte Staudenreste und gehäckselte Gartenabfälle ein. Als nächstes kommt die ausgehobene Erde ins Beet – wenn es sich um Rasensoden handelt, etwas zerkleinern und mit den Wurzeln nach oben einfüllen. Jetzt kannst du noch etwas (15 cm) halb verrotteten Kompost darübergeben, bevor du als krönenden Abschluss eine schöne, dicke Lage aus Humus und Kompost verteilst. Gut wässern und etwas ruhen lassen, damit sich das Material setzt. Anschließend bei Bedarf Humus/Kompost-Mischung auffüllen und Oberfläche mit dem Rechen sorgfältig glätten. Jetzt ist dein Hochbeet aufnahmebereit für junges Gemüse und keimwillige Samen.
Du wirst feststellen, dass das Erdreich im Laufe der Jahre absackt, da die enthaltenen Pflanzenreste verrotten. Das ist gut so – dadurch kannst du jedes Jahr etwas reifen Kompost nachfüllen. Nach 5 bis 6 Jahren sollte das Beet ganz neu aufgebaut werden.
Heidelbeeren
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erstellt von Brigitte am 26.02.2010 13:21
Kulturheidelbeeren gehören mittlerweile zu den beliebtesten Früchten, die in unseren Gärten wachsen.Wenn man ein paar Dinge bei der Pflanzung beachtet wird man viele Jahre Freude mit den Heidelbeeren haben! Kulturheidelbeeren gehören zu der Gruppe der Moorbeetpflanzen.
Dass bedeutet, dass bei der Pflanzung eine gute Moorbeeterde dazugegeben werden muss! Diese gibt es meist schon fertig verpackt in den Baumschulen und Gärtnerein.Am Besten ist es, wenn man ein Moorbeet anlegt, da zur guten Befruchtung der Heidelbeeren verschiedene Sorten von Vorteil sind. Wenn man schon einmal ein Moorbeet hat, kann man die bis zu 1.5 m hoch werdenden Heidelbeeren prima mit Preiselbeeren oder Cranberrys unterpflanzen. Weiters ist es wichtig, dass nach der Pflanzung gut eingegossen wird.
Wenn man ein Moorbeet angelegt hat, sollte man darauf achten, dass man es gleichmäßig feucht hält (nicht nass). In den darauffolgenden Jahren kann man im Frühjahr mit eigenen Beerendüngern (Baumschulen und Fachhandel) das Wachstum und die Fruchtbildung fördern. Ein Rückschnitt ist im Normalfall nicht nötig!
Wichtig ist, dass bei Moorbeetpflanzen kein bzw wenig Kalk ausgebracht wird!
Ich empfehle folgende Sorten: Goldtraube, Blue Crop, Duke, Berkely
Viel Spaß beim Ernten wünscht Patrick
Kompost: Das Gold des Gärtners
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erstellt von Admin am 02.12.2010 16:00
Bestimmt hast du es schon bemerkt: ohne Kompost geht gar nichts (oder alles eben viel mühsamer). Also: ein Komposter muss her. Du kannst ganz einfach selbst einen bauen oder einen Schnellkomposter kaufen. Zum Selbstbau bietet sich ein rechteckiger Holzrahmen an, den du seitlich mit Maschendraht verkleidest. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass immer ausreichend Luft durch den Behälter strömt. Im Fachhandel erhältst du fertige Thermokomposter aus Kunststoff in verschiedenen Größen, die eine raschere Verrottung versprechen. Wichtig ist, dass der Komposter Kontakt zum Erdreich hat, damit die Kleinlebewesen und Mikroorganismen einwandern können, die das Abfallmaterial aus Küche und Garten in braunes Gold verwandeln.
Der Komposter sollte nicht in der vollen Sonne stehen, da ansonsten bald die nötige Feuchtigkeit für die Verrottung fehlt.
Als stolzer Gartenbesitzer wirst du die Vorteile des Komposters schon bald zu schätzen wissen, denn im Garten fällt laufend Abfall an, der entsorgt werden muss. Wenn daraus wertvoller Dünger entsteht, umso besser.
Das kommt auf den Kompost:
Gartenabfälle wie Strauch- und Baumschnitt, Verblühtes, Laub, angetrockneter Rasenschnitt, Stroh, pflanzliche Küchenabfälle, Eierschalen, Kaffeesatz. Das Material regelmäßig gut durchmischen. Das geht am besten mit einer Gartenkralle oder Haue. Zwischendurch etwas Gartenkalk einstreuen. Im Fachhandel erhältst du Kompostbeschleuniger, der zu Beginn ganz hilfreich sind. Später, wenn du schon eigenen Kompost hast, nimmst du etwas davon, um den Verrottungsprozess zu beschleunigen und die darin enthaltenen Mikroorganismen im frischen Gartenabfall zu verteilen.
Nicht für den Kompost geeignet sind:
Gekochte Essensreste, Fleisch- und Fischabfälle, Katzenstreu, Zimmer- oder Gartenpflanzen mit Schädlings/Krankheitsbefall.
Wann kannst du mit eigenem Kompost rechnen?
Nach 3-5 Monaten ist Rohkompost entstanden, den du zum Mulchen unter Bäumen und Sträuchern verwenden kannst. Dieser Rohkompost enthält zwar noch unverrottete und halbverrottete Pflanzenteile, aber auch schon jede Menge Kleinlebewesen, die zum Bodenverbesserung beitragen. Für reifen Kompost musst du das Abfallmaterial mindestens ein Jahr lang immer fleißig durchmischen. Sinnvollerweise baust du dir (je nach Gartengröße mindestens) zwei Komposter, damit in einem der Kompost reifen kann während der zweite mit frischen Abfällen gefüllt wird.
Reifer Kompost ist krümelig und riecht erdig. Er ist nicht nur nährstoffreich, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und belebt das Bodenleben. Bring reifen Kompost 1 cm stark auf Beeten und Pflanzflächen aus und arbeite eine dicke Schicht in dein Gemüsebeet ein.
Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
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erstellt von Brigitte am 31.03.2010 15:22
Pfirsichbäume sind meist sehr anfällig gegen die Kräuselkrankheit. Sobald sich die Blätter einrollen und verformen oder rötlich gefärbte Blasen auf den Blättern erscheinen ist sie da: die gefürchtete Kräuselkrankheit. Jetzt hilft kein Spritzen mehr, allein sorgfältiges Abknipsen der befallenen Pflanzenteile ist sinnvoll. Keine Sorge, der Baum treibt rasch wieder neu nach. In der Baumschule findet man weniger anfällige Sorten, ganz ohne Kräuselkrankheit geht es aber kaum ab.
Lagern von Obst und Gemüse
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erstellt von Admin am 18.08.2010 16:10
Richtig gelagert hält länger!
Obst und Gemüse sollten luftig und kühl gelagert werden; die Früchte werden am besten auf Lattenrosten so ausgelegt, dass sie einander nicht berühren. Bei regelmäßigen Kontrollen sollten beschädigte oder faulige Früchte sofort aussortiert werden.
Äpfel sollten immer separat gelagert werden, da sie die Haltbarkeit von anderen Obstsorten und von Gemüse verringern.
Wenn der Lagerraum zwar kühl ist, aber nicht genügend Luftfeuchtigkeit aufweist (ca. 70 - 80%), sollte das Gemüse in Kisten mit feuchtem Sand gelagert werden, dann bleibt es lange knackig und frisch.
Der Sand sollte feucht aber nicht nass sein. Hier bleiben z. B. Möhren viele Wochen lang erntefrisch.
Zwiebeln sind auch ohne viel Aufwand lange haltbar, wenn sie gut getrocknet an einem luftigen Ort gelagert werden. Bitte beachten: ist die äußere Haut nicht völlig trocken, kann sich leicht Schimmel bilden.
Obst und Gemüse tiefgekühlt lagern
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erstellt von Admin am 18.08.2010 16:11
Einfrieren ist die schnellste und einfachste Methode des Konservierens. Nur für erntefrisches und einwandfreies Obst und Gemüse heißt es: ab in die Truhe. Damit die Nährstoffe erhalten bleiben, muss das Geriergut schockgefroren werden.
Beeren werden am besten zunächst auf einen Teller einzeln aufgelegt und vorgefrorern und danach portionsweise verpackt; so bleiben die Früchte besser erhalten. Einfacher ist es, die Früchte vor dem Einfrieren zu pürieren und später als Fruchtsauce zu verwenden.
Kernobst, Gurken oder Zwiebeln nicht roh einfrieren, sondern zuvor verarbeiten.
Erbsen, Spinat oder Bohnen werden vor dem Einfrieren kurz blanchiert.