Gartenteich selbst anlegen
Gartenteich
So einen zauberhaften Gartenteich kannst du auch selbst bauen! Am besten geht das mit Teichfolien: hier kannst du die Form und die Größe ganz nach deinen Wünschen gestalten.
Wasser im Garten

Ein Teich, auch wenn der Platz begrenzt ist, wertet jeden Garten auf und verbessert das Kleinklima. Der Teich ist nicht nur Rückzugsgebiet für viele Tierarten, sondern auch Ruhepol und Inspirationsquelle für seine Besitzer. Standort und Größe sollten aber sehr gut überlegt werden. Ist der Platz ganztags der Sonne ausgesetzt, wird man sich später mit übermäßigem Algenwachstum herumplagen müssen. Liegt er hingegeben zwischen Bäumen, werden die herabfallenden Blätter im Herbst zu einem Problem: sie müssen abgefischt werden, um das Nährstoffangebot im Teich gering zu halten – ansonsten droht wiederum eine Algenplage. Als grobe Faustregel kann gelten, dass der Teich über den Tag zu zwei Drittel im Schatten liegen sollte.

Vergiss bei der Planung nicht auf einen Sitzplatz ganz am Teich, damit du die Flora und Fauna gut beobachten kannst. Vielleicht entscheidest du dich sogar für einen kleinen Steg über der Wasseroberfläche.

Vorbereitung des Untergrundes für den Gartenteich

Hast du für deinen Teich den idealen Platz gefunden und in deinem Gartenplan integriert? Dann kannst du überlegen, ob du selbst graben möchtest, oder einen Bagger benötigst. Die tiefste Stelle des Teiches sollte unter die Frostgrenze gehen und schon mal gut 80-90 cm tief sein.

Sehr gut bewährt haben sich Folienteiche, aber es gibt auch Alternativen: Fertigteiche oder Betonschalen etwa. Folien sind aber flexibel an die Gestaltungswünsche anpassbar und werden in verschiedenen Farben und Stärken angeboten. Strukturierte Teichzonen, sogar Landzonen oder Inseln sind mit Folien machbar. Extrem dehnbar und reißfest sind Folien aus Kautschuk. Auf das Reparaturset nicht vergessen – Folien lassen sich ganz einfach selbst flicken. Beim Kauf der Folie sollte man jedenfalls nicht sparen, da der Bau eines Teiches doch sehr aufwendig ist und das gute Stück lange halten soll. Lass dich im Fachhandel beraten, der Experte weiß Bescheid. Auch bei der Berechnung der Foliengröße, die du benötigst. Große Folien lässt man am besten vom Fachbetrieb vor Ort zusammenschweißen. Als Faustregel kann gelten:

  Gewünschte Teichlänge  6 m   Gewünschte Breite  5 m
  + Tiefe: 1 x 2  2 m   + Tiefe: 1 m x 2  2 m
  + Teichränder: 0,5 m x 2  1 m   + Teichränder: 0,5 x 2 m  1 m
  ergibt benötigte Folienlänge  9 m   ergibt benötigte Folienbreite  8 m

Bevor du die Folie auflegen kannst, muss der Untergrund gut geglättet und von Steinen und Wurzeln befreit werden. Danach eine Schicht Sand (10 cm) als Ausgleichsmaterial verteilen. Darüber kommt dann ein spezielles Vlies, das vor Mäusefraß und Wurzeldruck und allerlei weiterem Ungemach schützt. Dann kommt endlich die Folie. Diese muss locker im Teich liegen, einige Falten stören nicht und können später den Teichbewohnern als Rückzugsort dienen. Verlegt wird von innen nach außen. Die Folien werden im Fachbetrieb so zusammengelegt, dass du etwa vom Mittelpunkt aus arbeiten kannst. Bei größeren Teichen empfiehlt es sich, mehrere Helfer einzuladen, denn die Folie ist recht schwer.

Teichzonen planen

Je größer der Teich, desto reicher wird die Pflanzen- und Tiervielfalt und desto stabiler das biotopische Gleichgewicht. Von außen nach innen musst du 3 Wasserzonen einplanen:

1) Sumpfwasserzone: Hier stehen die Pflanzen mit ihren Wurzelballen 0 – 20 cm im Wasser.
2) Flachwasserzone: In dieser Zone stehen die Pflanzen 15 – 60 cm tief im Wasser.
3) Tiefwasserzone: Diese sollte mindestens 80-90 cm betragen, besser noch mehr, um ein Zufrieren im Winter zu verhindern und den Fischen eine ausreichende Wassertemperatur zu gewährleisten. Ideal wäre zusätzlich
4) eine Kapillarsperre rund um den Teich. Das ist nichts anderes als eine Art Regenrinne, die wie der Teich mit Folie ausgekleidet wird und dafür sorgt, dass bei Regen der Teich nicht in die umliegende Erde überschwappt und das verschmutzte Wasser dann in den Teich zurückläuft. Diese „Regenrinne“ wird später mit Steinen aufgefüllt.

Teichfolie abdecken

Die Folie muss im Uferbereich gut abgedeckt werden, da frei liegende Folie durch die UV-Strahlung leicht brüchig werden kann und sich auch stark erhitzt. Das Folienende nach oben ziehen und Steine und Kies möglichst natürlich verteilen.

Ein hilfreicher Tipp, um das Fassungsvermögen des Teiches festzustellen (das hilft später z. B. bei der Berechnung des optimalen Fischbestandes): bevor du mit dem Befüllen des Teiches beginnst, notiere dir den Zählerstand auf der Wasseruhr. Wenn der Teich voll ist, liest du wieder den Zählerstand ab und schon kannst du den Teichinhalt berechnen.


Bei größeren Teichen empfiehlt es sich, ein Unternehmen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau zu beautragen, denn der Aufwand wird ansonsten sehr groß.

 

 

Bachlauf
Bachlauf
Besonders schön ist es, wenn du ein natürliches Gefälle für einen Bachlauf nutzen kannst. Das Wasser wird über eine Pumpe vom Teich zu einem Quellstein am oberen Ende des Bachlaufes gepumpt. Der Schlauch, durch den das Wasser nach oben kommt, wird am Rand des Bachlaufs unter Steinen versteckt oder vergraben. Die Pumpe wird im Herbst aus dem Wasser gehoben und im Keller überwintert.
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