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Praxistipps für eine gelungene Gartengestaltung

Die Baumschule von Elisabeth und Hanspeter Höfler im Apfeldorf Puch bei Weiz ist die schönste der Steiermark. Gartenplanung und –gestaltung sind ein wichtiger Teil des Angebots.

Wir haben Landschaftsgärtnerin Elisabeth Höfler gebeten, ein paar Tricks für eine gelungene Gartenplanung aus ihrem reichen Erfahrungsschatz preiszugeben.



WSG: Frau Höfler, kurz gefragt: was ist das Geheimnis einer gelungenen Gartengestaltung?

E. H.: Ein ganz wesentlicher Faktor besteht darin, nicht nur die gewünschten Gartenfunktionen, sondern auch die Persönlichkeit des Gartenbesitzers bei der Planung mit einfließen zu lassen. Ein Garten lebt mit seinem Besitzer und ist der Spiegel seiner Seele. Nur wenn man dies bei der Planung berücksichtigt, wird der Gärtner Freude mit seinem kleinen Paradies haben.

WSG: Was sind also die wesentlichen Schritte zum Erfolg?

E. H.: Zunächst muss sich der Gartenbesitzer im klaren werden, welche Funktionen in seinem Garten vereint sein sollen. Soll der Garten zum Spielen für die Kinder genutzt werden, zum Erholen, Grillen mit Freunden, wünscht sich der Besitzer einen Kräutergarten oder einen Gemüsegarten, stehen Blumenbeete im Vordergrund oder doch eher ein Wassergarten…. Die Liste lässt sich natürlich fortsetzen. Meistens muss man Abstriche machen, weil einfach nicht alles sinnvoll unterzubringen ist. Da ist oft einiges an Überzeugungsarbeit nötig….



WSG: Das heißt, Sie erarbeiten mit dem Gartenbesitzer gemeinsam ein Konzept, was im Garten alles vorhanden sein soll?

E. H.: Das ist die Grundlage der Planung auf der alles aufbaut. In den meisten Fällen wird der Traumgarten erst Schritt für Schritt verwirklicht. Da ist es besonders wichtig zu überlegen, ob irgendwann ein Swimmingpool gebaut werden soll, oder, wenn die Kinder größer sind, ein Gartenteich angelegt werden soll. Das kann in der Planung bereits berücksichtigt werden und erspart später viel Aufwand. Als nächsten Schritt überlegt man die Platzierung der Elemente.

Den Sandkasten für die Kinder legt man natürlich sinnvollerweise in Hausnähe an, damit man die Kinder immer gut im Blick hat. Meist wird der Sandplatz nur wenige Jahre genutzt und man überlegt schon bei der Planung, welche Nachnutzung optimal wäre oder worauf man bis dahin verzichten kann.

Gemüse und Kräuter müssen von der Küche aus gut erreichbar sein. Wesentlich ist natürlich auch ein sonniger Standort für die Kräuterschnecke. Kompost und Müll platziert man möglichst unauffällig in größerer Entfernung zum Haus. Liegt das Grundstück an einer stark frequentierten Straße, dann muss ein Lärm- oder Sichtschutz berücksichtigt werden. So überlegt man Schritt für Schritt und immer unter Einbeziehung der natürlichen Gegebenheiten wie Sonneneinstrahlung und Bodenverhältnisse die optimale Anordnung.




WSG: Und wie kommt die Persönlichkeit des Gartenbesitzers ins Spiel?

E. H.: Auch hier gilt es, zunächst einmal Grundsatzfragen zu klären. Wünscht sich der Gärtner einen formalen Garten oder ein naturnahes Paradies? Wie viel Zeit hat er, oder möchte er investieren, um den Garten in Schuss zu halten? Ein formaler Garten erfordert viel Pflege, damit er immer schön gepflegt aussieht, bei einem naturnahen Garten darf schon auch mal ein „Wildkraut“ stehen bleiben, ohne dass das Gesamtbild gestört wird. Der gewählte Gartenstil sagt immer sehr viel über den Gartenbesitzer aus und all das sind Fragen, über die man sich in einer Art „Selbstfindung“ erst Gedanken machen muss.

Gut gestaltete Gärten harmonieren mit ihrer Umgebung, orientieren sich am Stil der Hauses und der Landschaft und sind auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Die Gliederung des Gartens mit seinen Funktionen erfolgt letztlich durch die Bildung von Räumen, die durch gezieltes Einfügen von Begrenzungen erreicht wird. Dies können niedrige Buchshecken sein, Bodenmodellierungen, Pergolen oder eine berankte Holzwand. Dabei muss bedacht werden, dass ein Gartenraum umso kleiner wirkt, je höher seine Abgrenzung ist. Damit aus den einzelnen Gartenräumen ein harmonisches Ganzes wird, schafft man Übergänge z. B. durch Torbögen oder die Verwendung gleicher Farben und Formen oder wiederkehrende Bepflanzung.
 



WSG: Was raten Sie generell bei kleinen Gärten, die heute doch eher die Regel sind?

E. H.: In einem kleinen Garten betonen speziell die strengen Formen die engen Grenzen. Streng geschnittene Hecken oder geradlinig verlaufende Baumreihen oder Wege machen den Garten kleiner. Wesentlich günstiger sind unregelmäßige Formen mit vor- und zurücktretenden Sträuchern. Der formale Typ kann hier eine Mischform wählen oder auf japanische Gärten ausweichen, die die Natur gewissermaßen im Miniformat abbilden.


Wirklich perfekt wird die Gartengestaltung durch gekonnt gesetzte Gartenbeleuchtung, zum Beispiel von hellweg.de. Ob man einen Weg ausleuchten möchte oder z. B. Akzente am Teich setzt, die Beleuchtungskörper müssen zum Stil des Hauses und des Gartens passen.


Und noch einen Tipp habe ich für kleine Gärten: um den begrenzten Raum nicht unnötig stark zu unterteilen, sollte man Wege an einer Seite des Grundstückes entlang führen. Meist genügen ja schon Trittplatten im Rasen, die die Flächen weniger stark zerschneiden als Wege. Um in einem kleinen Garten mehr Tiefe zu erreichen, setzt man zurückweichende Farben im Hintergrund: violett, rosa, blau, alle kühlen Farben treten zurück und machen den Raum weiter. Nur sparsam eingesetzte Blickpunkte im Vordergrund mit warmen Farben lenken von der Enge ab.

WSG: Vielen Dank für die tollen Tipps!

Weitere Themen:


>> Gartengestaltung in der Praxis

>> Ideen für die Gartenplanung
>> Traumgarten anlegen - Praxisbeispiel
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