Pflanzen bereichern den Teich und halten ihn sauber
Ein schöner Teich muss gut gepflegt werden. Dazu gehört die richtige Auswahl der Bepflanzung, denn Pflanzen im Teich sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ganz wesentlich für einen ausgewogenen Wasserhaushalt. Dichte Pflanzenbestände in und über dem Wasser deuten auf eine gute Wasserqualität hin. Wasserpflanzen produzieren Sauerstoff und bauen Stickstoffverbindungen ab. Einige der Pflanzen haben sogar eine reinigende und entgiftende Wirkung oder sind antibiotisch – wie etwa das Tausendblatt, dass auch in Wasserwerken zur Nachklärung eingesetzt wird.


Auf jeden Fall brauchst du auch hier wieder einen Plan, besonders dann, wenn dein Teich ein bisschen größer ist, denn wenn einmal alle Pflanzen angeschafft sind, verliert man leicht den Überblick, was nun wohin gepflanzt werden soll.

Pflanzen in und am Teich wachsen schnell und üppig – da ist es ratsam, nicht zu viel des Guten zu tun und sich bei der Bepflanzung etwas zurückzuhalten, denn das Auslichten ist eher mühsam. Ein ausgewogenes Bild ergibt sich, wenn ca. 60% der Wasseroberfläche frei bleiben. Beginne mit dem Bepflanzen in den tiefen Zonen, dann Wasser langsam einfüllen, die nächst höheren Zonen bepflanzen und wieder Wasser nachfüllen.


Pflanzsubstrat

Generell gilt, dass das Pflanzsubstrat nährstoffarm sein muss, um ein Veralgen des Teiches zu verhindern.  Das Substrat dient hauptsächlich dazu, den Pflanzen Halt zu geben. Bewährt hat sich eine Mischung aus Lehm, Sand und gedüngtem Torf. Damit das Substrat nicht aufschwimmt, kann es mit Vlies abgedeckt und mit Steinen beschwert werden. Natürlich kannst du auch fertiges Substrat in Säcken kaufen – achte aber darauf, dass dieses nicht gedüngt ist. Jedenfalls benötigst du immer nur ein kleines Häufchen um die Pflanze herum. Im Uferbereich wird zusätzlich mit Kies und Steinen abgedeckt.


Seerose

Herzstück und krönender Mittelpunkt des Teiches ist die Seerose, die in zahlreichen Varianten und Farben angeboten wird. Meist findet sich ein Gartenbesitzer, dem die Pracht gerade zu üppig geworden ist und der seine Seerosen teilen muss – beste Gelegenheit, heißbegehrte Schönheiten zu ergattern. Bevor du deiner Beute in deinem Teich eine neue Heimat gibst, werden alle schwarzen, zu langen und angefaulten Wurzeln am Rhizom sowie abgestorbene Blätter und Blüten abgeschnitten. Die meisten Seerosen gedeihen in Tiefen zwischen 50 und 80 cm – für Miniteiche mit geringem Wasserstand gibt es Zuchtformen mit noch niedrigerem Wasserhöhenbedarf. Besser als freies Auspflanzen ist es, Seerosen in Körbe zu setzen. Als Substrat reicht Kies, dem ein paar Lehmkugeln zugesetzt werden. Die Körbe zunächst höher stellen, dann nach und nach absenken. Wer die Körbe auch noch mit einem Seil versieht, das bis ans Ufer reicht, kann die Schönheiten jederzeit „einholen“, um faule und abgestorbene Blätter zu entfernen oder den gefürchteten Seerosenblattkäfern den Garaus zu machen.


Krebsenschere

Eine besonders wertvolle Pflanze für den Tiefwasserbereich ist die Krebsenschere oder Wasseraloe.

Sie birgt zudem den Vorteil, dass sie einfach auf die Wasseroberfläche geworfen wird – sie sucht sich dann selbst mit langen Ausläufern den passenden Platz im Wasser und du ersparst dir das Pflanzen. Die Rosetten der Krebsenschere schwimmen halb untergetaucht und halb oberhalb der Wasseroberfläche. Die schmalen Blätter sind dreikantig stark gesägt und bieten für viele Kleinlebewesen optimalen Lebensraum. Besonders geschätzt wird diese Schwimmpflanze durch ihre wasserklärende Wirkung. Wer genügend Rosetten in seinem Teich sein Eigen nennt, muss sich um Algen kaum noch Sorgen machen. Im Mai und Juni erscheinen kleine weiße Blüten. Die Krebsenschere überwintert am Teichgrund und steigt im Frühjahr wieder an die Oberfläche. Als Erstbesatz genügen 2 bis 3 Pflanzen, da sich die Krebsenschere, wenn sie sich erst einmal etabliert hat, rasch ausbreitet. Aber keine Sorge, die Rosetten lassen sich leicht abfischen und sind willkommene Geschenke für neue Teichbesitzer.

Froschbiss

Auch der Froschbiss ist völlig problemlos und benötigt weder Pflanzsubstrat noch aufwendige Pflanzarbeit. Ein Ausläufer aus Nachbar’s Gartenteich genügt: einfach am Ufer zwischen den Steinen festmachen, der Froschbiss vermehrt sich durch 5-30 cm lange Ausläufer, an deren Enden sich neue Rosetten bilden. Der Froschbiss blüht weiß, die Blätter ähneln denen der Seerose.

Für die Tiefwasserzone gibt es eine schier endlose Auswahl an Pflanzen, die jedem Geschmack gerecht werden. Lass dich in deiner Gärtnerei beraten und frag immer nach, wie stark sich die Pflanze ausbreitet – machen können zu einer Plage werden. Dazu gehört die Wasserlinse. Am besten, du lässt die Finger davon, denn sonst hat der Himmel kaum eine Chance, sich in deinem Teich zu spiegeln – die Wasserlinse deckt gnadenlos alles zu. Loswerden kannst du sie dann nur, indem zu bis auf den letzten winzigen Rest alle Linsen abfischt. Echt mühsam.


Fische sind die Krönung jedes Teiches
Fische im Gartenteich

Viele Gartenbesitzer legen einen Teich an, um Fische beobachten zu können. Andererseits weist ein Gewässer ohne Fischbestand einen größeren Artenreichtum auf. Viele Fischarten vermehren sich stark – wenn du also Fische in deinem Teich haben möchtest, erkundige dich genau, welche Arten für deine Teichgröße geeignet sind. Nach dem Anlegen deines Teiches hast du ohnehin Zeit zu überlegen und Freunde mit Erfahrung zu befragen, denn im ersten Jahr sollte dein Teich fischfrei bleiben, um sich richtig etablieren zu können.


Danach kannst du dich entscheiden, welche Fische du in deinem Teich haben möchtest - Goldfische, Blaunasen oder wunderschne Koi? Gerade Kois sind sehr zutraulich, lassen sich sogar vom Besitzer streicheln und kommen gerne zur Fütterung ans Ufer. Wie du Kois richtig fütterst und wieviel im Sommer und im Winter ausreichend ist, kannst du bei KOIfriend nachschlagen, wo du jede Menge wertvoller Tipps findest.