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Rosen, Frauenmantel, Salbei und Lavendel

Warum ist der Lavendel so beliebt?

Ein paar gute Gründe: Er erinnert an Urlaub, verströmt einen herrlichen Duft im Garten, ist einfach zu pflegen, ist zugleich altmodisch und trendy und lässt das Herz der Do-It-Self-Gemeinde höher schlagen bei Lavendelzucker, Lavendelöl, Lavendelseife… Ein Rezept für Lavendelessig findest du hier. Lavendelcreme und Lavendelparfum sind auch ganz einfach.

 

Lavendel im Garten

Lavendel gibt es in vielen Sorten und mehreren Farben von weiß über rosa und hellblau bis hin zu tiefem Lavendelblau. Am schönsten ist für mich der echte Lavendel (Lavandula angustifolia), der tief dunkelviolett ist und auch in unseren Breiten als gut winterhart gilt. Lavandula angustifolia Miss Katherine blüht rosa, Der Speiklavendel (Lavandula latifolia) ist eher graublau. Schopflavendel ist nur bedingt winterfest und sollte eher als Kübelpflanze betrachtet und überwintert werden.

Als Mittelmeerpflanze liebt der Lavendel Sonne und Wärme. Staunässe wird nicht vertragen.

 

Standort

Der Lavendel kann als Einfassung im Garten gepflanzt werden oder auch im Kräutergarten. Auch im Kiesgarten fühlt er sich sehr wohl. Der Grund dafür ist einfach: Lavendel liebt magere, steinige, felsige, wasserdurchlässige Böden, in denen sich keine Staunässe bilden kann.

 

Gartengestalter wissen: Lavendel und Rosen sind ein ebenso romantisches wie beliebtes Paar im Garten. Aber Rosen mögen nährstoffreiche, fette Böden, ihre Begleiter hingegen fühlen sich ohne Dünger und auf steinigem Grund am wohlsten…. Auch hierfür weiß der erfahrene Gärtner Rat: schon beim Setzen der Pflanzen darauf achten, dass die Rosen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden vorfinden, im Pflanzloch des Lavendels hingegen wird der Boden mit Sand und Kies abgemagert – und schon steht dem Paarlauf Rose-Lavendel nichts mehr im Wege!

 

Lavendel richtig pflegen

Ein Grund für die Beliebtheit des Lavendels ist sicher seine einfache Pflege. Düngen und gießen entfällt schon mal. Durch die eigenen ätherischen Öle gibt es auch keine Schädlinge am Lavendel. Steht der Lavendel zu nass, sind jedoch Pilzerkrankungen möglich. Wichtig ist demnach der richtige Standort in sonniger Lage und die Bodenbeschaffenheit, dann wächst der Lavendel praktisch von alleine und muss nur noch regelmäßig geschnitten werden. In exponierten Lagen empfiehlt sich zudem ein Winterschutz aus Reisig.

 

Lavendel schneiden

Sind die Blüten abgeblüht, wird der Lavendel zurückgeschnitten – dabei ca. 1/3 der Pflanze schneiden, damit sie nochmals schön durchtreiben kann. Im Frühjahr erfolgt der Verjüngungsschnitt: jetzt wird kräftig zurückgeschnitten, auch ins alte Holz, um den Neuaustrieb zu fördern. Bei diesem Verjüngungsschnitt schneidet man gut 2/3 der Pflanze und sorgt dabei gleich für einen schönen Formschnitt. Leichter geht es mit den richtigen Gartenscheren z. B. aus dem Garten Magazin.


Lavendel trocknen

Lavendel trocknen ist ganz einfach: die geernteten Blüten in Bündel zusammenbinden und kopfüber in einem gut durchlüfteten Raum aufhängen – aber nicht in der Sonne, bitte, damit die wertvollen ätherischen Öle nicht verloren gehen. Die Blüten sind ausreichend trocken, wenn sie sich leicht von den Stängeln lösen. Die getrockneten Blüten können nun in Säckchen gefüllt werden und als Duftsäckchen im Schlafzimmer oder als natürliches Mottenmittel dienen oder als Tee zubereitet werden.

 

 

WSG Wir sind Garten Lavendel