Kompost - das Gold des Gärtners
Kompost
Bestimmt hast du es schon bemerkt: ohne Kompost geht gar nichts (oder alles eben viel mühsamer). Also: ein Komposter muss her. Du kannst ganz einfach selbst einen bauen oder einen Schnellkomposter kaufen. Zum Selbstbau bietet sich ein rechteckiger Holzrahmen an, den du seitlich mit Maschendraht verkleidest. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass immer ausreichend Luft durch den Behälter strömt. Im Fachhandel erhältst du fertige Thermokomposter aus Kunststoff in verschiedenen Größen, die eine raschere Verrottung versprechen. Wichtig ist, dass der Komposter Kontakt zum Erdreich hat, damit die Kleinlebewesen und Mikroorganismen einwandern können, die das Abfallmaterial aus Küche und Garten in braunes Gold verwandeln.

Der Komposter sollte nicht in der vollen Sonne stehen, da ansonsten bald die nötige Feuchtigkeit für die Verrottung fehlt.

Als stolzer Gartenbesitzer wirst du die Vorteile des Komposters schon bald zu schätzen wissen, denn im Garten fällt laufend Abfall an, der entsorgt werden muss. Wenn daraus wertvoller Dünger entsteht, umso besser.

Das kommt auf den Kompost:
Gartenabfälle wie Strauch- und Baumschnitt, Verblühtes, Laub, angetrockneter Rasenschnitt, Stroh, pflanzliche Küchenabfälle, Eierschalen, Kaffeesatz. Das Material regelmäßig gut durchmischen. Das geht am besten mit einer Gartenkralle oder Haue. Zwischendurch etwas Gartenkalk einstreuen. Im Fachhandel erhältst du Kompostbeschleuniger, der zu Beginn ganz hilfreich sind. Später, wenn du schon eigenen Kompost hast, nimmst du etwas davon, um den Verrottungsprozess zu beschleunigen und die darin enthaltenen Mikroorganismen im frischen Gartenabfall zu verteilen.

Nicht für den Kompost geeignet sind:
Gekochte Essensreste, Fleisch- und Fischabfälle, Katzenstreu, Zimmer- oder Gartenpflanzen mit Schädlings/Krankheitsbefall.

Wann kannst du mit eigenem Kompost rechnen?
Nach 3-5 Monaten ist Rohkompost entstanden, den du zum Mulchen unter Bäumen und Sträuchern verwenden kannst. Dieser Rohkompost enthält zwar noch unverrottete und halbverrottete Pflanzenteile, aber auch schon jede Menge Kleinlebewesen, die zum Bodenverbesserung beitragen. Für reifen Kompost musst du das Abfallmaterial mindestens ein Jahr lang immer fleißig durchmischen. Sinnvollerweise baust du dir (je nach Gartengröße mindestens) zwei Komposter, damit in einem der Kompost reifen kann während der zweite mit frischen Abfällen gefüllt wird.

Reifer Kompost ist krümelig und riecht erdig. Er ist nicht nur nährstoffreich, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und belebt das Bodenleben. Bring reifen Kompost 1 cm stark auf Beeten und Pflanzflächen aus und arbeite eine dicke Schicht in dein Gemüsebeet ein.
 
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