Schöner Schutz: Hecken
Den Garten richtig genießen und Stress abbauen kann man am besten, wenn man das kleine grüne Paradies von der Straße entsprechend abschirmt. Kein Wunder, dass Hecken zu den beliebtesten Möglichkeiten zählen, einen Garten einzugrenzen. Hecken schützen nicht nur vor neugierigen Blicken, sondern auch vor Lärm und Staub. Selbst ein kleiner Garten kann durch eine Hecke gewinnen – man muss nur wissen, welche Pflanzen wofür geeignet sind.
Nachbarschaftsrecht
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Bevor du eine Hecke pflanzt, muss der Grenzverlauf festgestellt und bei der zuständigen Behörde der zulässige Grenzabstand erfragt werden, da die Regelungen je nach Land unterschiedlich sind.
Formhecke
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Formhecken und frei wachsenden Hecken. Der Vorteil einer Formhecke besteht darin, dass sie nur wenig Platz braucht. Formhecken sind jedoch als Lebensraum für Kleintiere, die in naturnahen Gärten gefördert werden, nicht geeignet, da sie sehr dicht wachsen und meist auf eine Art beschränkt sind. Zudem müssen sie häufig geschnitten werden, um „in Form“ und schön dicht zu bleiben. Dafür sind sie auch für Vorgärten oder kleine Gärten geeignet. Eine Buchshecke, die niedrig gehalten wird, zum Beispiel, ist ein wunderschöner, immergrüner Blickpunkt, der den Garten auch im Winter reizvoll macht. Das gilt natürlich für alle Immergrünen – sie bilden das Grundgerüst eines Gartens, einen grünen Rahmen für Blumen und Stauden.

Je langsamer das Gehölz wächst, desto weniger Schnittmaßnahmen sind nötig. Wenn du dich für eine langsam wachsende Eibenhecke entscheidest, kommst du mit einem Schnitt pro Jahr aus – und kannst dich über ein hochwertiges Gehölz freuen, das gut genug für Schlösser und Parks ist. Allerdings brauchst du Geduld - oder eine dicke Geldbörse, um schon höhere Pflanzen zu kaufen. Geeignet sind aber auch Liguster, Stechpalme oder Lorbeerkirsche – du musst bei der Auswahl der Pflanzen aber unbedingt darauf achten, wie breit und hoch die jeweilige Sorte wird.

 

Freiwachsende Hecke
Zaubernuss
Freiwachsende Hecken ermöglichen eine sehr vielfältige Pflanzengemeinschaft. Hier können Immergrüne neben blühenden Sträuchern stehen, die Auswahl ist groß. Aber Vorsicht: frei wachsende Hecken brauchen recht viel Platz und entsprechende Planung, damit sie dir nicht über den Kopf wachsen oder den Nachbarn auf den Plan rufen. Je nach Pflanzenauswahl musst du mit einer Breite von 1,5 bis 2,5 m rechnen. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht nötig, die Pflanzen werden nur bei Bedarf ausgelichtet oder eingekürzt. Freiwachsende Hecken dienen als Blüten- und Fruchthecken und dienen zahlreichen Vogelarten und Kleintieren als Lebensraum.

Mit der richtigen Pflanzenauswahl kannst du eine Hecke pflanzen, die das ganze Jahr über blüht – die Zaubernuss im Januar, Februar, die Scheinhasel im März, April, Kerria Japonica blüht im April, Mai, die Deutzia im Juli, Hibiskus syrakus von Juni bis September und der Duftschneeball von November bis März. Oder wie wäre es mit einem Schmettlingsstrauch, einer Japanischen Zierquitte oder einem Blütenhartriegel?Auch der Pfeifenstrauch, die Hechtrose oder der Schneeball sind neben vielen anderen Gehölzen für freiwachsende Hecken geeignet.

 

Gepflanzt wird ein- oder zweireihig, wobei die zweireihige Pflanzung versetzt, also auf Lücke erfolgt und rasch zu einer dichten Hecke führt.
Hecken pflanzen - aber richtig
Die Pflanzung einer freiwachsenden Hecke macht wenig Probleme. Sobald du die Pflanzen in deinem Garten hast, legst du sie einfach dort aus, wo du sie haben möchtest, begutachtest noch einmal die richtige Sortenmischung und hebst die Pflanzlöcher aus.

Bei einer Formhecke geht es schematischer zu. Damit du eine gerade Linie erreichst, spannst du am besten zuerst eine Schnur und hebst dann einen Pflanzgraben aus. Den Aushub mit Kompost verbessern. Bei wurzelnackter Ware werden die Wurzeln um 1/3 eingekürzt. Danach die Pflanzen gleichmäßig im richtigen Abstand verteilen und aufstellen. Jetzt wird der Graben zugeschüttet und die Erde festgetreten. Noch ein letztes Mal kannst du jetzt die Pflanzen ausrichten, dann wird kräftig gegossen (richtig einschlämmen!).

Damit die Hecke von unten her schön dicht und buschig wächst werden die Pflanzen um gut 1/3 zurückgeschnitten. Bei Nadelgehölzen wird lediglich die Höhe etwas angeglichen.
Hecken schneiden
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Freiwachsende Hecken werden nur bei Bedarf eingekürzt. Frühjahrsblüher schneidest du nach der Blüte, da sie gleich wieder die Knospen für das nächste Jahr ansetzen - würdest du im Herbst schneiden gäbe es folglich keine Blütenpracht im Frühjahr. Nur zu ausladende oder zu störende Äste werden entfernt. Alle drei bis vier Jahre wird ausgelichtet: zu dicht Wachsendes oder Erforenes im Frühling bodennah abschneiden.

Formhecken brauchen mehr Pflege; eine schnell wachsende Hecke kann schon mehrmals im Jahr einen Rückschnitt vertragen, Liguster und Co. wachsen dir sonst schnell über den Kopf. Formhecken werden in der Regel auf einen Meter Breite gehalten, Hecken aus Hainbuche oder Liguster auch auf 50-60 cm. Für eine Formhecke sind jedenfalls alle Sträucher geeignet, die einen Schnitt gut vertragen.

Zur Erziehung einer Formhecke wird in den ersten Jahren ein- oder zweimal im Jahr geschnitten. Dabei bleibt vom Neuaustrieb ca. 2 cm stehen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.

Die beste Zeit für einen Schnitt laubabwerfender Hecken sind der Juli und der September. Werden sommergrüne Hecken nur einmal im Jahr geschnitten, so ist der Spätsommerschnitt Ende August ideal. Buchs hält man in Form, indem man in den Monaten April bis August bei Bedarf den Neuaustrieb zurückschneidet. Ganz allgemein ist der September, nach Abschluss des Triebwachstums, die beste Zeit zum Heckenschneiden.

Immergrüne Gehölze sollten ab Anfang September nicht mehr geschnitten werden, da sonst an den Jungtrieben leicht Frostschäden entstehen können. Aber ansonsten gilt: eine Hecke "zum falschen Zeitpunkt" zu schneiden, ist nicht wirklich schlimm, der einzige Fehler wäre, nicht zu schneiden.

Damit eine Formhecke von unten her nicht verkahlt, werden die Seitenwände nach oben nicht senkrecht sondern trapezförmig geschnitten, das heißt, pro Meter Heckenhöhe werden oben 5 bis 10 cm weggeschnitten und die Seitenwände dann nach unten verlaufend anglichen. Die Trapezform verhindert auch Schneebruch.

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Buchs schneiden

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