Landschaftsgärtnerin Elisabeth Höfler empfiehlt, mit dem Setzen von frühjahrsblühenden Zwiebelblumen bereits Anfang September zu beginnen:
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„Die Setzzeit für Blumenzwiebeln dauert zwar bis spät in den Herbst hinein, aber speziell Schneeglöckchen, Krokus, Märzenbecher und Narzissen sind dankbar, wenn man sie schon zeitiger, also ab Anfang September setzt, damit sich noch vor der kalten Jahreszeit kräftige Wurzeln entwickeln können. Auch für Bartiris und Lilien ist der Spätsommer eigentlich die bevorzugte Pflanzzeit."
Blumenzwiebeln pflanzen Fotolia
Als Faustregel gilt, dass die Zwiebeln zwei-bis dreimal so tief unter der Erdoberfläche liegen sollen, wie die Zwiebel groß ist. Die richtige Pflanztiefe ist wichtig, damit der Frost die Zwiebeln nicht nach oben drücken kann. Zu flach gepflanzte Zwiebeln trocknen zudem leichter aus und werden dadurch geschwächt. Halten Sie ausreichend Abstand ein, damit sich die Pflanzen ausbreiten können. Der ideale Abstand beträgt die zwei- bis dreifache Zwiebelbreite.
Am besten setzt man die Zwiebeln in Gruppen, so kommen die zarten Blüten im Frühjahr besonders gut zur Geltung und es ergibt sich ein harmonisches Bild. Es muss im eigenen Garten ja nicht gleich so aussehen wie im holländischen Keukenhof....

Blumenzwiebeln pflanzen Tulpenstecher
Bei größeren Flächen und schweren Böden empfiehlt sich die Anschaffung eines Tulpenstechers: mit diesem genialen Werkzeug lassen sich Löcher für die Blumenzwiebeln ganz ohne Mühe und ohne Bücken ausheben.
Narzissen
Meist setzt man frühjahrsblühende Zwiebelblumen in Kombination mit Stauden und Gehölzen. Im Staudenbeet sorgen sie für die ersten Farbtupfer im Frühlingsbeet. Achten Sie darauf, die Blumenzwiebeln eher gruppenweise im Beet zu verteilen, denn die Stauden sollen später die verwelkenden Blätter verdecken; diese müssen einziehen, dürfen also nicht entfernt werden, damit die Zwiebeln Kraft für die nächste Saison erhalten. So ist es richtig: welke Blüten und Samenstände werden entfernt, die Blätter bleiben stehen, bis sie eingezogen sind.

Sehr hübsch sind auch blühende Krokusse, Schneeglöckchen oder Narzissen, die in der Wiese wachsen. Dabei ist aber zu beachten, dass mit dem Mähen der Wiese gewartet werden muss, bis die Blätter der Zwiebelpflanzen eingezogen sind. Außerdem mag es die Blumenwiese eher mager, die Zwiebeln der Frühjahrsblüher müssen jedoch mit organischem Dünger gedüngt oder mit Kompost versorgt werden. Nicht alle Zwiebelblumen sind zum Verwildern geeignet.

Krokusse

Die meisten Blumenzwiebeln bevorzugen durchlässige Böden und mögen keine Staunässe. Bei lehmigen Gartenböden empfiehlt es sich daher, etwas Sand oder Kies ins Pflanzloch zu streuen. Die Zugabe von Hornspänen oder Kompost ist in jedem Fall von Vorteil.

 

Und noch ein Tipp: wenn der Standort der hübschen Frühjahrsblüher durch Wühlmäuse gefährdet ist, sollten die Blumenzwiebeln in speziellen Pflanzkörben in den Boden kommen, die den scharfen Zähnen der Wühlmäuse standhalten.“

Schneegl

Die beliebtesten frühjahrsblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen, die ab Anfang September bis in den November gepflanzt werden können und jetzt in den Gärtnereien angeboten werden, sind

Anemone, Blaustern, Frühlingsstern, Hyazinthe, Iris, Kaiserkrone, Krokus, Lilie, Narzisse, Ranunkel, Schneeglöckchen, Tulpe, Winterling.

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